Familie
Seewald

Unser Hof wurde urkundlich zum ersten Mal 1351 erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er nicht nur als Bauernhof im klassischen Sinne bewirtschaftet, laut mündlich weitergegebenen Berichten wurden gewisse Räumlichkeiten eine Zeit lang als Schule und später als Gaststätte genutzt. Während des zweiten Weltkrieges bot das Gebäude 38 Menschen einen Unterschlupf. Ein Hofname wurde nicht überliefert.

Hüdahof damals

die Geschichte

1884 erwarben ihn Alois und Anna Posseth. Seither ist der Hof im Besitz der Familie und wird von Generation zu Generation weitergegeben. In Vollerwerb mit Tierhaltung wurde er bis 1997 geführt. Die damaligen Eigentümer waren Josef und Mathilda Posseth, deren Ehe leider kinderlos blieb. Josef verstarb kurz nach Beginn seines wohlverdienten Ruhestandes. Mathilda, von den meisten liebevoll Tante Hilda genannt, entschied sich, den Hof direkt an Johann Seewald, ihren Neffen, zu übergeben.

 

Johann führte den Hof gewissenhaft weiter, renovierte und sanierte ihn und bewahrte die Traditionen der Familie. Nachdem sich Johann 2017 in den Ruhestand begab, übergab er den Hof schließlich an uns, seinen Neffen Philip und dessen Frau Bettina Seewald. Wir sind stolz darauf diese wunderbare Erbschaft antreten und den Hof nach unseren Vorstellungen weiterführen zu dürfen.

 

In diesem Sinne war eines unserer ersten Anliegen, für unseren wunderschönen Hof, einen passenden Hofnamen zu finden. Der Name HÜDAHOF ist zu Ehren und in Gedenken an die gute Seele des Hofes, Tante HILDA (mundartlich auch HÜDA TANT) entstanden. Sie hatte es in ihrem Leben oft nicht leicht und konnte sich trotz allem eine liebenswerte, freundliche und offene Lebensweise bewahren, die uns nachhaltig beeindruckt und inspiriert.

Häufig, wenn wir neue Pläne entwickeln oder in die Tat umsetzen, kommt uns in den Sinn – das hätte der „HüdaTant“ sicher gut gefallen.

Hüdahof heute

die Geschichte

Die  Übernahme des Hofes im Jahr 2017 stellt uns, immer wieder vor neue Herausforderungen. Als sozusagen Quereinsteiger – Philip ist Sozialpädagoge, mit Vorerfahrung im Bereich der Forstwirtschaft, Bettina Volksschullehrerin mit keinerlei landwirtschaftlicher Vorerfahrung – mussten wir lernen unsere Stärken effizient einzusetzen.

 

Sehr intensiv haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie wir mit unseren Fähigkeiten den Hof erhalten, mit modernen Anforderungen Schritt halten und einen nachhaltigen Ort der Gemeinschaft, der Menschlichkeit und des Respekts vor der Natur schaffen können. Die Antwort lautete: Diversifizierung. Eine unserer ersten Maßnahmen hierfür war die Renovierung und Einrichtung unserer gemütlichen Ferienwohnung. Hier bieten wir Gästen die Möglichkeit auf unserem Hof Urlaub zu machen und das Landleben hautnah zu erleben. Uns ist wichtig, unseren Besuchern eine erholsame, ruhige und authentische Auszeit zu bieten.

 

Des weiteren haben wir uns dem Kräuteranbau verschrieben. Mittlerweile gibt es auf dem Hüdahof zwei Kräuterfelder, auf denen wir verschiedenste Kräuter anbauen und zu hochwertigen Produkten, wie Tees und Gewürze, verarbeiten. Großen Wert legen wir auf biologische und nachhaltige Praktiken. Die Forstwirtschaft spielt ebenfalls eine wichtige Rolle auf unserem Hof. Wir kümmern uns um die Pflege und nachhaltige Bewirtschaftung unseres Waldes. Dabei achten wir darauf, dass die natürliche Vielfalt erhalten bleibt und Holzressourcen verantwortungsvoll genutzt werden.

 

Die Ideen gehen uns nicht aus, man darf noch auf einiges gespannt sein!

Der Hüdahof

Einfach
leben